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Wir stehen für 800.000 Diabetiker und deren Familien!

Als Aktive Diabetiker sind wir alle gefordert, aktiv zu sein.

Bezugnehmend auf die „Österreichische Diabetes Strategie“ 2017, wird Aktivität eingefordert – von allen.
Im Vorwort der „Österreichische Diabetes Strategie“ 2017 ist zu lesen: „… die beiden übergeordneten Ziele der Diabetes Strategie streben an, die Wahrscheinlichkeit an Diabetes mellitus zu erkranken zu verringern bzw. eine hohe Lebensqualität bereits erkrankter Menschen möglichst lange zu erhalten.“

Diese Wirkungsziele und Handlungsempfehlungen wurden von Experten erarbeitet.
Auch die Selbsthilfegruppen waren eingebunden – die Selbsthilfegruppen repräsentieren nicht nur die „eingeschriebenen“ aktiven Mitglieder, die Selbsthilfegruppen stehen für 800.000 an Diabetes erkrankter Österreicherinnen und Österreicher.

Und, wir sehen es als unsere Aufgabe an, diese betroffenen Menschen zu vertreten.

Am 9. Jänner 2018 fand eine gesundheitspolitische Diskussion statt.
Das Thema lautete: „Chronische Erkrankungen als Herausforderung für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung.“
Neben dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Herrn Dr. Szekeres, neben dem Vorsitzenden des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger, Herrn Dr. Biach, war auch Frau Mag. Hartinger-Klein, die Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Konsumentenschutz eingeladen.
Der Grundtenor, zusammengefasst, lautet: „Die Sicherung und der weitere Ausbau des hochwertigen Gesundheitssystems erfordern Initiativen, die den Bedarf und die Bedürfnisse der Patienten, die Qualität der Versorgung sowie die Effizienz und Effektivität der Verwaltung in den Mittelpunkt des Handelns stellen.“

Man wird sich auf fünf Schwerpunkte fokussieren:

  • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Kundenorientierung im Gesundheitssystem
  • Reform der Sozialversicherungen
  • Ausbau von Digitalisierung und Telemedizin
  • Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem verbessern

Unter Punkt 1 – Prävention und Gesundheitsförderung – finden wir „Anbieter-unabhängige Selbsthilfeorganisationen in Österreich weiter stärken“.

Das sehe ich als eine Aufforderung an, verstärkt mitzuarbeiten.

Die Herausforderungen des nun erstellten Regierungsprogrammes für Gesundheit – 182 Seiten – von 2017 bis 2022, in Kombination mit der für uns außerordentlich wichtigen „Österreichische Diabetes Strategie“ aus 2017, anzunehmen wird spannend und arbeitsintensiv.
Eine Aufbruchsstimmung ist zweifelsfrei zu erkennen.

Wir, die Selbsthilfegruppen für Diabetes, wurden auf Initiative der ÖDG – Externer LinkÖsterreichische Diabetes Gesellschaft – eingeladen, einen Arbeitskreis zu bilden.
Diese Arbeitsgemeinschaft hat sich schon zu einer Institution entwickelt.
Praxisrelevante Themen werden von beiden Gesichtspunkten beleuchtet und diskutiert, Projekte werden entwickelt und umgesetzt – und man spürt von allen Beteiligten Engagement und den Willen ETWAS zu bewegen.

Es ist ein erster Schritt, Wirkungsziele und Handlungsempfehlungen der „Österreichischen Diabetes Strategie“ umzusetzen.

Ein weiterer Schritt in der Umsetzung der geforderten Maßnahmen im Zielkatalog des BM für Gesundheit wird die Initiative sein, eine Fortbildungsveranstaltung für die Mitglieder der Selbsthilfegruppen zu organisieren.

Die Mitglieder der Selbsthilfegruppen sind als Apostel zu bezeichnen, welche ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei den regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen weitergeben.

Diese Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen.

Voraussetzung dafür ist eine Schulung, eine Schulung betreffend aller Punkte rund um den Diabetes. Das im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung erworbene Wissen kann weiter gegeben werden.

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft, die dankenswerterweise diese Veranstaltung unterstützt, garantiert einerseits „evidence based medicine“, dass bedeutet, das medizinische Wissen wird nach den Regeln der Wissenschaft vermittelt, andererseits „state of the art“, das bedeutet, die Betreuung der Betroffenen erfolgt schlussendlich auf höchstem medizinischen Niveau. Dieses Schulungsprogramm soll ausgebaut und in jährlichen Abständen zu einer fixen Institution werden.

Selbsthilfegruppen sind Vereine, die auf ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen sind.

Aktivitäten, wie Fortbildungsveranstaltungen, Schulungen, Info-Tage, sind durch eigenes Kapital nicht durchzuführen. Hier sind wir auf Unterstützung angewiesen.

Hier ist es nun an der Zeit, Danke zu sagen. Danke an die Pharmaindustrie, die solche Veranstaltungen durch ihre großzügigen Zuwendungen erst möglich machen.

In vielen Gesprächen mit den Repräsentanten der Pharmaindustrie, konnte ich die Bereitschaft und den Willen erkennen, unsere Projekte zu unterstützen und zu verwirklichen.

Auch das signalisiert uns die Botschaft, „ist AKTIVITÄT gegeben, sinnvoll gegeben“, wird es an Zusammenarbeit, an Unterstützung nicht mangeln.

Ich habe Ihnen nun in einem ersten Artikel die Gesundheitspläne skizziert, die bereits im Laufen befindlichen Aktivitäten und die Ziele der Selbsthilfe.

Wir wollen aktiv sein und aktiv mitarbeiten und so auch unsere Zukunft mitgestalten.

Und, wir freuen uns, wenn auch Sie mitarbeiten, aktiv mitarbeiten.

Foto: © Privat

Dr. Adalbert Strasser
ADA Präsident
Facharzt für Chirurgie

1120 Wien, Hetzendorferstrasse 52-54

Web: Externer Linkwww.wundmed.com
E-Mail: Adalbert.strasser@aon.at
Telefon: 01/ 804 70 22




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