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Auf Besuch in Alland ...

Alland – das Rehabilitationszentrum der Pensionsversicherungsanstalt.

Am 1. Februar kam ich der Einladung von Frau Primaria Francesconi nach, das Rehabilitationszentrum der PV in Alland zu besuchen.
Das Rehabilitationszentrum Alland liegt inmitten eines großen Naturparks, umgeben von dicht bewaldeten Hügeln des Wienerwaldes. Eine idyllische Landschaft, die zum Wandern einlädt und Ruhe ausstrahlt.

Der Empfang durch Frau Primaria Francesconi war herzlich und rasch hat sich ein intensiver Gedankenaustausch ergeben.

Frau Primaria Francesconi ist Diabetologin mit Herz. Im Gespräch mit ihr spürt man ihr Engagement für ihre Patienten, ihre Liebe zum Beruf – Ärztin. Immer auf der Suche, die Lebensumstände der Diabetiker zu verbessern, auf die Gefahren dieser Stoffwechselerkrankung hinzuweisen.

Bevor sie die ärztliche Leitung im Rehabilitationszentrum in Alland übernommen hat, war sie an der Diabetes- und Stoffwechselambulanz, Gesundheitszentrum Wien-Mitte der WGKK tätig und erster Sekretär der Österreichischen Diabetes Gesellschaft ÖDG. Über ihre fachliche Kompetenz gibt es keine Diskussionen.

Das Rehabilitationszentrum ist spezialisiert auf:

  • Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Metabolisches Syndrom
  • Gefäßerkrankungen

Eine individuelle Betreuung ist gewährleistet und garantiert.

Herzstück des Hauses ist ein ultramoderner Fitnessraum, welcher keinen Vergleich scheuen muss. Unter kompetenter Anleitung werden persönliche Trainingsprogramme erstellt und auch begleitet. Der Betroffene fühlt sich einfach gut aufgehoben und hervorragend betreut.
Drei Wochen lang dauert die Rehab, so hat man auch die Möglichkeit, die Therapieerfolge in den Alltag mitzunehmen.

Ein zentraler Gesprächspunkt mit Primaria Francesconi war die Selbsthilfe, im Speziellen die „Aktiven Diabetiker“ der ADA.

Wohlwollend wurden unsere Aktivitäten der letzten Monate zur Kenntnis genommen. Ich konnte Frau Primaria Francesconi unsere Pläne und Ziele vorstellen.

Die Umsetzung der „Österreichischen Diabetes Strategie“ ist ein wesentlicher Punkt, ein Anliegen. Dass hierbei die Aktiven Diabetiker erste Impulse setzen, wird rundum geschätzt.

Aufklärung, Schulung und Information führen zur Sensibilisierung der Diabetiker und der Bevölkerung und fördern die Bewusstseinsbildung.

Übereinstimmung besteht darin, dass nur gemeinsam Erfolge erzielt werden können.

Selbsthilfegruppen, Ärzte, Fachgesellschaften, der Schulterschluss ist anzustreben, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Vor allem die Information der Betroffenen – sei es über das Internet, sei es über unser ADA-Journal, sei es durch Info Veranstaltungen – es wurde Kooperation signalisiert.

Diese Zusammenarbeit soll Betroffene zur Selbsthilfe bringen. Unsere Aktivitäten garantieren Aufklärung, Information und Hilfestellung.

Der Besuch in Alland, das Gespräch mit Frau Primaria Francesconi, die gewonnenen Eindrücke stimmen mich positiv für die Zukunft.

Es ist eine Aufbruchsstimmung zu erkennen und wir werden durch weitere Aktivitäten an dieser festhalten.
Frau Magistra Katharina Fischer wird im Rahmen der ADA Schulung im Juni in Schladming über die psychologischen Aspekte bei Diabetes mellitus referieren.

Ganz bewusst wurde Frau Mag. Fischer eingeladen, darüber zu sprechen.

Es ist an der Zeit, dieses Thema aufzugreifen und in das Konzept der Betreuung von Diabetikern zu integrieren.
Die psychologische Betreuung chronisch Kranker muss ihren Stellenwert in der Gesellschaft finden.
Nicht nur in der Erstmanifestation der Erkrankung, sondern auch in ihrem gesamten Verlauf.

Die Konfrontation mit einer Diagnose, egal welche, führt primär zu einer seelischen Ausnahmesituation. Fragen über Fragen brechen über den Betroffenen herein und, nicht zu vergessen, auch über sein Umfeld wie Partner, Familie, Freunde und Kollegen.

Ärztliche Unterstützung ist rasch zur Hand, doch wer kümmert sich um mich, mein Innenleben. Wie werde ich mit dieser Situation fertig?

Eine zentrale Rolle nimmt hier die Depression ein. Das Stimmungsbarometer fällt, unser ureigener Antrieb reduziert sich auf ein Minimum – es freut uns nichts mehr.

Die Ursache ist in einer Überforderung mit der Erkrankung zu sehen.

Und, die Katze beißt sich in den Schwanz.

Weniger Antrieb bedeutet weniger Bewegung. Weniger Bewegung bedeutet Gewichtszunahme. Gewichtszunahme bedeutet Stoffwechselstörung.

Unterstützung und Hilfe wird gerne angeboten.

Frau Mag. Fischer wird Ihnen im ADA- Journal erste Informationen liefern und in Schladming unsere Gruppenleiter schulen.

Diabetes und Psychologie wird jedenfalls ein spannendes Thema – auch für die Zukunft.

Diabetes und Rauchen – ein sehr spezielles Thema, unabhängig von den derzeit stattfindenden Diskussionen auf höchster politischer Ebene.

Die Lebensqualität der Diabetiker ergibt sich aus der Summe ihrer Risikofaktoren.

Stress, hohes Cholesterin, Übergewicht, Bewegungsarmut – diese Liste lässt sich beliebig erweitern – und Nikotin, sind Risikofaktoren, welche unter anderem über die Lebenserwartung eines Diabetikers mitentscheiden.

Bedingt durch die Stoffwechselveränderungen bei Diabetes sind die Gefäße an und für sich schon gefährdet, die kleinen Gefäße, die sogenannten Endstrombahnen, egal welches Organsystem sie versorgen, wie Herz oder Extremitäten.
Nikotin setzt durch Gefäßkrämpfe noch das Sahnehäubchen drauf und, wie auch beim Nicht – Diabetiker, kommt es zum Raucherbein. Die Verkalkung der „großen“ Gefäße führt zur sogenannten Schaufensterkrankheit, wo der Betroffene alle paar Meter stehen bleiben muss, weil nicht ausreichend Blut in seine Beine durch das bereits verkalkte Gefäßsystem gelangen kann.

Diabetes und Rauchen führen somit zu einer Potenzierung der Risikofaktoren.

Die Reduktion der Risikofaktoren muss somit ein vorrangiges Ziel beim Diabetiker sein.

Dass Rauchen ungesund ist, wissen wir alle, schlussendlich trifft jedoch jeder für sich selbst die Entscheidung!

Der Diabetes Info Tag in Wien wird am 13. Oktober, so wie gehabt, in den Räumlichkeiten des Gesundheitsministeriums in 1030 Wien stattfinden. Mit den Vorbereitungen wird bereits
begonnen.
Das bewährte Team um Frau Renate Wagner mit ihren Heinzelmännchen ist schon am Organisieren.
Diabetes und Ernährung haben wir als Motto gewählt.

Wir werden Sie in Folge über den Diabetes Info Tag Wien am Laufenden halten.
So wie ich die Vorbereitungen und das Engagement verfolge, wird es eine coole Veranstaltung.

In diesem Sinne

Ihr

Foto: © Privat

Dr. Adalbert Strasser
ADA Präsident
Facharzt für Chirurgie

1120 Wien, Hetzendorferstrasse 52-54

Web: Externer Linkwww.wundmed.com
E-Mail: Adalbert.strasser@aon.at
Telefon: 01/ 804 70 22




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