Logo der Aktiven Diabetiker Austria

Mittersteig 4/21, A 1050 Wien
Telefon & Fax: 01/587 68 94


Artikelanfang:

Gruppenleiter-Schulung in Schladming

Die Schulungstage in Schladming fanden vom 8. bis 10. Juni 2018 statt
und waren für alle Beteiligten ein voller Erfolg.

Wer kennt nicht Schladming – eine Gemeinde in der Obersteiermark, im Ennstal, bekannt als Austragungsort des jährlich stattfindenden „Nachtslaloms“ im Rahmen des Ski Weltcups und der Ski Weltmeisterschaften 1982 und 2013.
Und Schladming liegt im Zentrum von Österreich.
So wurde Schladming als Veranstaltungsort der Gruppenleiterschulung von uns ausgewählt.

Die Vorbereitungen für diese Schulung starteten bereits im Jänner 2018.

Als Selbsthilfeverein verfügt man nicht über die finanziellen Möglichkeiten, so eine Veranstaltung ohne Unterstützung über die Bühne zu bringen.

Durch unsere Kontakte zur Externer LinkÖDG – Österreichische Diabetes Gesellschaft – kam es zu ersten Gesprächen. Unsere Idee wurde präsentiert und für gut empfunden.
In Frau Karin Duderstadt, in der ÖDG für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, bekamen wir einen direkten Ansprechpartner und Profi zur Seite gestellt.
Sie stellte die Kontakte zur Pharmaindustrie her, die uns ihre finanzielle Unterstützung zusagten.
Unsere Idee, die „Österreichische Diabetes Strategie“ AKTIV umzusetzen, wurde wohlwollend aufgenommen.

Die Grundidee der Schulung war, dass unseren Gruppenleitern ein Basiswissen über Diabetes vermittelt wird, aber auch Wissen über Kommunikation in den Gruppen, der Umgang mit Medien und vieles andere mehr.
So wurde ein Programm erstellt, das Interesse weckt und in den Gruppen an Diabetiker weitergegeben werden kann.

Eine Schulung ist nur halb so gut, so gut die Referenten sind!

Die Vorträge sollten praxisbezogen sein, also mussten
echte Profis her.

Das ist uns gelungen.

Namhafte Experten – rund um den Diabetes konnten als Vortragende gewonnen werden.

Natürlich fordert eine Schulung, eine Tagung, auch das gewisse Rundherum. Hier ist natürlich Schladming der ideale Ort.
Die Natur, die Lokalitäten, die Infrastruktur – alles vor Ort.

Wir konnten alle Teilnehmer im „Tauernblick“ unterbringen und wir konnten auch unsere Tagung im Hotel abhalten – zwei Fliegen auf einen Schlag.

So nahm die Programmgestaltung immer mehr Konturen an und wir hatten auch den Vorteil, vor Ort Kontaktpersonen zu haben – die ganz reizende Familie Danklmaier – die uns tatkräftig unterstützte.

8. Juni – der Tag der Anreise

Gruppenleiter aus ganz Österreich trafen ein. Natürlich war jeder gespannt – wie wird die Veranstaltung, was erwartet mich?

Dr. Susanne Pusarnig

Diese Spannung wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon im Vorfeld durch das Engagement von Frau Dr. Susanne Pusarnig, unserem neuen Vorstandsmitglied, genommen.
Die erste persönliche Begrüßung unserer Aktiven fand bereits an der Hotelrezeption statt. Es wurden die ersten Kontakte geknüpft, die ersten Gesprächsrunden waren gebildet.

Früh am Nachmittag wurde die Tagung eröffnet.

Für diesen reibungslosen Ablauf bitte ich Herrn Ing. Frick vor den Vorhang. Unermüdlich und emsig nahm er den Kampf mit der Technik auf – er sorgte dafür, dass alles seinen reibungslosen Ablauf fand.

Man glaubt gar nicht, an was man alles denken muss – Ing. Frick hat an alles gedacht. Unterstützung fand er in Frau Claudia Frede, einem Medienprofi durch und durch.

So konnte die Veranstaltung beginnen.

Dr. Christian Tatschl

„Sinnvoll beraten: Wer können soll, muss wollen dürfen!“
Das war der Titel des Eröffnungsvortrages von Herrn Dr. Tatschl.
Und Herr Dr. Tatschl konnte die Teilnehmer motivieren und mitreißen. Nach seinem Vortrag kam es zu einem regen Gedankenaustausch und Diskussionen.

Der Bann war gebrochen.
Allen wurde klar, welche verantwortungsvolle Aufgabe sie in ihren Gruppen haben.

Das gemütliche Beisammensein im Anschluss an den Eröffnungsvortrag untermauerte die Gemeinschaft der Aktiven Diabetiker.

Im Zuge dessen wurde Herr Dr. Erich Wolfrum, langjähriger Obmann der Aktiven Diabetiker bedankt – seine Nachfolgerin, Frau Dr. Pusarnig fand die richtigen Worte für einen Mann, der über Jahrzehnte die Geschicke der ADA geleitet hat und als Weichensteller der Selbsthilfe für Diabetes in die Geschichte eingehen wird.

9. Juni – der Tag der Schulung

Pünktlich um 9 Uhr wurde die Tagung eröffnet.
Die Themen des ersten Schulungstages waren medizinisch ausgerichtet – obwohl der Saal mit gestandenen AKTIVEN gefüllt war, konnten die Vortragenden die Erwartungen mehr als erfüllen.

Diabetes mellitus Typ I, Diabetes mellitus Typ II, Übergewicht, Ernährung und Bewegung, sowie der Jahrescheck für Menschen mit Diabetes wurden abgehandelt.

Dr. Hermann Toplak

Herr Prof. Toplak und Herr OA. Dr. Brath ließen ein Feuerwerk von Informationen rund um den Diabetes los.
Fachinformationen, gespickt mit lebensnahen Fallbeispielen, gewürzt mit Humor und eigenen Erfahrungen wurden uns präsentiert, so dass es schwierig war, den Zeitplan einzuhalten.

Dr. Helmut Brath

Jeder war zur Mitarbeit eingeladen und diese Einladung wurde auch angenommen.
Immer mehr war die Gruppendynamik zu spüren und es wurde allen bewusst, welche verantwortungsvolle Aufgaben sie in ihren Gruppen haben, nämlich ihre Schäfchen zu beraten, zu unterstützen und zu sensibilisieren.


Der „Diabetische Fuß“ und „Psychologische Aspekte rund um den Diabetes“ waren die Themen am Nachmittag.

Das Thema „Diabetischer Fuß“, als eine der folgenschwersten Komplikationen des Diabetes mellitus anzusehen, zeigte bei den Zuhörern Betroffenheit. Es zeigt aber auf, wie wichtig diese Thematik ist, wie groß der Aufholbedarf ist und dass speziell in diesem Bereich intensive Information und Aufklärung nötig sind. Diesem Wunsch wird der Vorstand der ADA nachkommen und eigene Info-Folder für unsere Mitglieder entwerfen.

Mag. Katharina Fischer

Frau Mag. Fischer zeigte uns in ihrem Vortrag über die „Psychologischen Aspekte rund um den Diabetes“ unsere Grenzen der psychischen Belastbarkeit auf.
Auch auf diesem Gebiet ist noch viel zu tun und es wird eine gesundheitspolitische Forderung der ADA sein, den Betroffenen uneingeschränkte Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.



Der 2. Tag fand seinen Ausklang in der Landalm, einen urigen Gasthof im Untertal, wo uns kulinarische Köstlichkeiten der Region kredenzt wurden.

Einige unserer Aktiven nahmen die Strapazen der Wanderung durch die Steinbachklamm zum Gasthof auf sich, waren erschöpft aber glücklich, diese Bewegungstherapie nicht gescheut zu haben.

9. Juni – der Tag der Abreise

Bevor die Tagung mit einem gemütlichen Mittagessen beendet wurde, standen vereinsinterne Themen auf dem Programm.

Der Medienprofi Peter P. Hopfinger erklärte uns in seiner bekannt charmanten Art, wie die Aktiven in ihren Gruppen kommunizieren sollen, wie die Öffentlichkeitsarbeit zu erfolgen hat und wie wir mit der Presse umgehen sollen und/oder müssen.

Die Selbsthilfegruppen stehen zunehmend auch im öffentlichen Rampenlicht und wir sind Peter dankbar dafür, dass er uns wertvolle Hinweise, Tipps und Tricks dafür gegeben hat.

Herr Ing. Frick, unermüdlich den Aktiven, die Notwendigkeit des Vereinsassistenten vor Augen zu halten, gebührt wiederum besondere Aufmerksamkeit.
Auch die SHG können sich dem Wandel der Zeit nicht verschließen, auch wir müssen uns den „neuen“ Medien stellen und lernen, damit umzugehen.

Lisa Danklmaier, Versicherungskauffrau, gab uns wertvolle Informationen über den Versicherungsschutz der SHG.
An Hand praxisbezogener Fallbeispiele wurde uns vor Augen gehalten, was wir im Umgang mit Versicherungen berücksichtigen müssen.

Der Besuch der Industrieausstellung rundete die Tagung ab. Auch hier wurden Kontakte aufgefrischt oder neu aufgebaut.
Die Pharmaindustrie, die uns die Durchführung unserer Veranstaltung erst ermöglicht hat, hat uns signalisiert, dass auch sie uns in unseren Bemühungen weiter unterstützen wird und wir nehmen diese Zusammenarbeit gerne an.

Die Schulungstage in Schladming waren für uns alle ein voller Erfolg.
Die Bewertung der Tagung wurde in einem Evaluierungsbogen nach Abschluss durchgeführt, wo uns die Zustimmung und Zufriedenheit signalisiert wurde. Es bleibt zu hoffen, dass es zu einer Wiederholung der Schulungstage kommt.

Die Selbsthilfe Diabetes hat ihren Stellenwert in der Gesellschaft gefunden, es liegt an uns, daran zu arbeiten, dass es so bleibt.

Abschließend möchte ich allen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die zum Gelingen der „Initiative der Österreichischen Diabetes Strategie“ der ADA beigetragen haben und ich zolle Ihnen meinen höchsten Respekt.

Foto: © Privat

Dr. Adalbert Strasser
ADA Präsident
Facharzt für Chirurgie

1120 Wien, Hetzendorferstrasse 52-54

Web: Externer Linkwww.wundmed.com
E-Mail: Adalbert.strasser@aon.at
Telefon: 01/ 804 70 22




zurück zur Übersicht


ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 27.06.2018 - 18:27 Uhr

Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien