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Gunter Fischer kann wieder lachen

Haarscharf

Weil ein Arzt nicht gründlich untersuchte, wäre Gunter Fischer statt auf den Berg zu steigen ganz schnell unter dem Hügel gelegen.

Lachen könnte er heute nicht mehr: Gunter Fischer, Gruppenleiter der Aktiven Diabetiker in Steyr, und er hätte eine Adresse, um die man sich nicht so schnell reißt.

Damals hatte er noch ein Bäucherl, als er 2005 im Radio eine Sendung zum Schwerpunkt „Diabetes“ hörte. Ein wenig aufgeschreckt, ließ er seinen Blutzucker messen – siehe da: Nüchtern 185, nach Zuckerbelastungstest 290.
Sein Hausarzt schickte ihn heim. Er solle doch abnehmen und in drei Monaten wiederkommen.

Gunter Fischer kam zwar erst nach sieben Monaten wieder, hatte aber durch Ernährungsumstellung 15 kg abgenommen und er kaufte sich ein Blutzuckermessgerät.
Die Werte schwankten heftig, und jedes verordnete Medikament half nur kurze Zeit. Im April 2007, nachdem er „Therapie aktiv“ kennengelernt, sich einer Internistin vorgestellt und einer Selbsthilfegruppe angeschlossen hatte, entschied er sich für eine umfassende Untersuchung.
Der Hausarzt hatte es nicht der Mühe wert gefunden, eingehend nach dem Grund dieser merkwürdigen Schwankungen, den oft hohen Werten und der Therapieresistenz zu forschen, geschweige denn eine engmaschige Überwachung anzuordnen.

Ein Befund in der Hand ließ Gunter Fischer aus allen Wolken stürzen. An der rechten Niere hatte sich ein bösartiger, unheilbarer Tumor eingenistet. Sofort ins Spital, befahl die Internistin. Niere, Tumor und Lymphknoten wurden prompt entfernt.
Damit war auch die Ursache der Zuckerprobleme ausgeschaltet. Heute liegen seine Nüchternwerte zwischen fabelhaften 100 und 130. Medikamente braucht Gunter keine mehr, weil er sich überlegt ernährt und viel Bewegung macht. In Betreuung zweier sehr guter Hausärztinnen und einer ebensolchen Internistin fühlt sich der ehemals Todgeweihte wohl und sicher. Und für den Immunaufbau leistet er sich drei Mal jährlich eine Therapie auf eigene Kosten.

Was wir daraus lernen: Ärzte machen ihren Job oft leider viel zu gleichgültig. Wechseln Sie den Mediziner, und holen Sie eine zweite Meinung ein, wenn Ihnen etwas spanisch vorkommt.

Richard Andraschko




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ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 28.03.2011 - 10:52 Uhr

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