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Bei der nächsten Blutuntersuchung auch die Magnesiumwerte erheben

Magnesium gegen hohen Blutzucker

Jüngste Forschungen zeigen neue Therapieansätze für DiabetikerInnen auf. Sie können schon jetzt davon profitieren.

Einen Zusammenhang zwischen Magnesiummangel im Körper und dem Diabetes mellitus will Prof. Sepp Porta, Leiter des Instituts für angewandte Stressforschung in Judendorf-Strassengel, in einer Studie im Auftrag der AUVA herausgefunden haben. Sie wurde in der Rehabilitationsklinik in Tobelbad durchgeführt.

Während bei gesunden Menschen ein solcher Mangel zu schneller Erschöpfung und mehr Säure im Blut führt, sind bei Diabetikern dieselben Symptome wesentlich stärker ausgeprägt. Durch die Übersäuerung und Blutzuckerspitzen kommt es zu noch stärkeren Magnesiumausschwemmungen. Am schlimmsten wirkt sich Magnesiummangel bei DiabetespatientInnen mit Bluthochdruck aus (etwa 60 Prozent der Typ 2-Diabetiker).

Die Studie brachte zutage, dass Magnesium zu einem konstanten Blutzuckerwert beiträgt. „In Zusammenarbeit mit Apomedica ist eine Folgestudie geplant, bei der der positive Einfluss von Magnesium auf DiabetespatientInnen gemessen wird“, kündigt Prof. Porta an.

Die HbA1c-Bestimmung aus Tagesprofilen wurde auf zwölf zusätzliche Werte (auch Magnesiumbefund) ausgeweitet, die alle Einfluss auf Höhe, Verlauf etc. beim Blutzucker haben.
Es gibt also einen messbaren Zusammenhang zwischen Magnesiumwert und Blutzuckerhöhe. Korrekter Magnesiumspiegel wichtig für Glukoseverwertung, Insulinsensivität und Stressabbau. Das sollte man sich zunutze machen, zumal die Einnahme von Magnesium ungefährlich ist und die Therapie nicht viel kostet.

„Bei der nächsten Blutuntersuchung sollten auch die Magnesiumwerte erhoben werden. Besprechen Sie das Ergebnis mit Ihrem Hausarzt, und lassen Sie sich Magnesium verschreiben“, meint dazu ADA Obmann Dr. Erich Wolfrum.
Von der jetzt angelaufenen Forschung mit spannenden Ergebnissen erwartet er sich viel zur Verbesserung der Lebensqualität von DiabetikerInnen.

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