Logo der Aktiven Diabetiker Austria

Mittersteig 4/21, A 1050 Wien
Telefon & Fax: 01/587 68 94


Artikelanfang:

Bewegung hilft gegen Spätfolgen des Diabetes

Keine Pommes!

Dorothea Herbst leitet bei den Aktiven Diabetikern eine Wassergymnastik-Selbsthilfegruppe. Genau dort fehlen gerade Sie!

Da lachen sie vom Plakat auf dem Weg zum Buffet des Floridsdorfer Hallenbades: die ebenso goldgelben wie transfettigen Pommes. Cevapcici, Würstel mit Saft, ein reichhaltiges Gabelfrühstück und ein Wachauer Apfelstrudel sind noch mehr Geheimnisse der Speisekarte, die der Kellner in kaltwasserkühler Herzlichkeit präsentiert. Hauptsache, es schmeckt.
Dorli Herbst lässt sich von all dem nicht beeindrucken. Ihre Stärkung besteht aus Vollkornweckerl und Lightgetränk, ehe sie in die angenehm warmen Fluten eintaucht.

Die heute 43-Jährige weiß, wo sie sich zurückhalten muss, um als Typ 2 Diabetikerin – inzwischen seit 15 Jahren und seit acht Jahren Aktive Diabetikern – mit ihrem Zucker im Reinen zu sein. Angefangen hatte alles mit massiver Aufregung wegen einer Wohnung. Der Arzt stellte bald einen Nüchternwert von 176 fest und ließ gleich einmal den Zuckerbelastungstest aus, weil es ihr ja ohnedies nicht an Belastungen mangelte. Er verordnete Tabletten, mit denen sie heute noch auskommt. Mit einem HbA1c von 8,1 steigt sie zwar nicht aufs Stockerl der Vorzeigediabetiker, lebt aber im Gleichklang mit ihrem Arzt ganz gut damit. Dass sie keine Traumwerte hat, liegt vielleicht an manchem Stress am Arbeitsplatz.

Mit Sport von 180 auf 106

Dorli Herbst bewegt sich ja gerne, weil es ihr nicht gleichgültig ist, wie es ihrem Körper geht. Damit setzt sie ihren Zuckerwerten messbar zu. Und so sieht man sie verlässlich und pünktlich jeden Samstag um 15.30 Uhr im Wiener Floridsdorfer Hallenbad (zwischen Mai und Mitte September im Ottakringer Bad). Das ist gesund und hilft ihr, ihre Zuckerwerte im Rahmen zu halten. Nach der Gymnastik hat sie unglaubliche 106 mg/dl! Manche der fröhlichen AquagymnastInnen finden sich oft auch in Dorlis DiabetikerInnengruppe.

„Hoooop, hoooop, Schultern ins Wasser, Hände nach vorne, hoooop, hooop!“ Die AquanautInnen ringen im Wasser mit ihren Schaumgummischlangen, während das Wasser schäumt wie in einem Piranhabecken. „Arme nach oben, links, rechts, links, rechts!“ Der dynamische Sportwissenschafter mit dem g‘sunden Schmäh, Mag. Peter Perik von der TSA, macht Gymnastik zum Vergnügen. 50 Sportbegeisterte tummeln sich heute zu seinen Füßen am Beckenrand: „Beine hoch, hoch, hoch, halten, einen Fuß aus dem Wasser!“ Indes plärrt es aus dem Hallenbad-Lautsprecher “I hab mi in di verknallt“.
Ob man sich in den Trainer verknallt, wird jede für sich entscheiden. An seine Therapien kann man sich sehr gut gewöhnen, ist doch Gesundheitsgymnastik nicht nur Vergnügen, sondern auch gelenkschonend und für die Wirbelsäule gut. Peter Perik, mit Ausbildungsschwerpunkt Prävention und Rekreation, kennt die richtigen Anleitungen: „In meinen Gruppen versuche ich zu erreichen, dass Diabetiker fit für Diabetes sind.“
Womit er nicht nur Dorli Herbst, sondern auch vielen anderen Typ 1 und Typ 2 DiabetikerInnen punktgenau hilft.

Richard Andraschko

Dorothea Herbst
Telefon: 0664 / 737 81 889

TSA – Fitness im Bad
1210 Wien, Franklinstr. 22
Telefon: (01) 270 02 97

ab Mai im Ottakringer Bad
1160 Wien, Joh. Staudgasse 11
Web: Externer Linkwww.tsafitness.at




zurück zur Übersicht


ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 12.05.2011 - 12:44 Uhr

Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien