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Vereinsstatuten

1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

1.1 . Name des Vereins: AKTIVE DIABETIKER AUSTRIA- eine Selbsthilfegruppe, die aus passiven `Zuckerkranken´ aktive Diabetiker macht.
1.2. Der Verein hat den Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet.
1.3. Er verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 34 bis 47 der Bundesabgabenordnung. Seine Tätigkeit ist nicht auf Gewinn gerichtet.
1.4. Die Errichtung von Zweigvereinen und von Zweigstellen (Selbsthilfegruppen) in allen österreichischen Bundesländem ist beabsichtigt.

2 Zweck des Vereins

Der Verein stellt sich die Förderung des Bewußtseins zur besseren Bewältigung des Lebens mit Diabetes und verwandten Krankheiten in Selbstverantwortung unter optimaler sozialer Umgebung und bester Therapie zur Aufgabe.

3 Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

Der Vereinszweck soll besonders durch Maßnahmen zur Förderung der Interessen von Diabetikern und deren Angehörigen sowie Verbesserung des Umganges des Diabetikers mit den helfenden Berufen, sowie Verbesserung des Umganges der helfenden Berufe mit den Diabetikern erreicht werden. Die Bestimmungen des Ärzte- und Krankenpflegegesetzes und anderer Berufsvorbehalte sind zu beachten.

3.1 als ideelle Mittel dienen:

3.1.1. Vorträge und Versammlungen, gesellige Zusammenkünfte, Diskussionsabende, Gedanken- und Erfahrungsaustausch über Durchfiihrung und Planung von Selbsthilfemaßnahmen;
3.1.2. Einzel- und Gruppengespräche und sonstige Veranstaltungen, Einladung von Experten zur Beratung.
3.1.3. Erziehung zum mündigen Patienten;
3.1.4. Information über die Bedeutung präventiver Maßnahmen.
3.1.5. Stärkung der Mitglieder bei der Inanspruchnahme und Durchsetzung ihrer Rechte.
3.1.6. Durchsetzung des Gleichheitsprinzips/des Diskriminierungsverbotes im täglichen Leben des Diabetikers
3.1.7. Mitarbeit und Abwicklung von Forschungsaufträgen.
3.1.8. Unterstützung von Maßnahmen zur Therapie, Schulung, zum körperlichen Training und zur psychologischen Unterstützung von Diabetikern.
3.1.9. Bekanntgabe und Unterstützung der und Werbung für die Ziele der Deklaration von St. Vincent.
3.1.10. Förderung, Entwicklung und Information über neue innovative Produkte, die sich mit Problemlösungen beschäftigen, die dem Vereinszweck entsprechen.
3.1.11. Die Errichtung eines Kommunikationszentrums, insbesondere für Selbsterfahrungsbegegnungen.
3.1.12. Herausgabe von vereinsinternen Mitteilungen mindestens einmal jährlich.
3.1.13. Beschaffung und Bereitstellung geeigneter, dem Vereinszweck entsprechender Lektüre und Einrichtung einer Fachbibliothek.
3.1.14. Verbesserung der Therapie, des sozialen Umfeldes, der Arbeitsbedingungen, der Erziehungsbedingungen bei Diabetikern und deren Angehörigen.
3.1.15. Verbreitung der Vereinsideen durch diverse Schrift-, Bild- und Tonträger.

3.2 Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

3.2.1. Zuwendungen durch Fördernde, Subventionen.
3.2.2. Veranstaltungen von Seminaren, Literatur- und Musikabenden.
3.2.3. Erträge aus Vermietungen von Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Einrichtungen, die im Sinne des Vereinszieles liegen.
3.2.4. Kostenersatz für die Teilnahme an Veranstaltungen.
3.2.5. Errichtung einer Privatstiftung.
3.2.6. Die entgeltliche Abgabe von Büchern, Ton- und Videoaufzeichnungen, die der Vermittlung der Inhalte des Vereinszweckes dienen.
3.2.7. Erträge aus geselligen Veranstaltungen wie Feste im Bezug auf Jahreskreis.
3.2.8. Abhaltung eines Flohmarktes.
3.2.9. Spenden, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen (Sponsoreinnahmen, etc.).
3.2.10. Errichtung eines unentbehrlichen Hilfsbetriebes zur praktischen Erprobung der erworbenen Kenntnisse.
3.2.11. Einkünfte aus vereinseigenen Unternehmungen nach den dafür maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen, wie auch aus Beteiligungen an Gesellschaften, insbesondere an Kapitalgesellschaften.
3.2.12. Ein- und Verkauf von einschlägigen Diabetesprodukten, insbesondere Testmaterialien. Bei allen diesen Mitteln muss darauf Bedacht genommen werden, dass die gesamte Tätigkeit ausschließlich auf die Erfüllung des gemeinnützigen Zweckes eingestellt ist, und nur jene Tätigkeiten ausgeübt werden, ohne die die genannten Zwecke nicht erreichbar wären, und die Tätigkeit darf zu abgabepflichtigen Betrieben derselben oder ähnlichen Art nicht in größerem Umfang in Wettbewerb treten, als dies bei Erfüllung der Zwecke unvermeidbar ist. Überschüsse aus all diesen angeführten Tätigkeiten müssen ausschließlich und unmittelbar zur Förderung der gemeinnützigen Zwecke des Vereins dienen. Die Mitglieder des Vereins dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Gleiches gilt bei Ausscheiden aus dem Verein, bei Auflösung oder Aufhebung.

4 Arten der Mitgliedschaft

4.1. Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in aktive und interessierte Mitglieder.
4.2. Aktive Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen und vom Vorstand als solche ausdrücklich anerkannt sind, bzw. deren Status als aktives Mitglied des Vereines aufrecht ist.
4.3. Interessierte Mitglieder sind jene, die einen Mitgliedsbeitrag leisten bzw. Leistungen des Vereins in Anspruch nehmen.
4.4. Aktive Mitglieder, die die Aufnahmekriterien nicht mehr erfüllen, können vom Vorstand in die ihrer Beteiligung an der Vereinsarbeit entsprechende Kategorie der Mitgliedschaft umgestuft werden. Die Umstufung ist unverzüglich dem Mitglied bekannt zu geben.

5 Erwerb der Mitgliedschaft

5.1. Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, sowie juristische Personen werden.
5.2. Über die Aufnahme von aktiven und interessierten Mitgliedern entscheidet der Vorstand endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

6 Beendigung der Mitgliedschaft

6.1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod (bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit), durch freiwilligen Austritt, durch Streichung und durch Ausschluss.
6.2. Der Austritt kann jederzeit erfolgen.
6.3. Ein aktives Mitglied kann statt des Austrittes den Status eines interessierten Mitglieds wählen.
6.4. Der Ausschluss eines aktiven Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden. Gegen den Ausschluss ist die Berufung innerhalb von 14 Tagen an die nächste ordentliche oder außerordentliche Generalversammlung zulässig, bis zu deren Entscheidung die Mitgliedsrechte ruhen.
6.5. Aktive Mitglieder, die sich nicht mehr voll an der Vereinsarbeit beteiligen, können vom Vorstand auf den Status von interessierten Mitgliedern umgestuft werden. Diese Umstufung wird erst mit dem Ende der nächsten Generalversammlung wirksam, soferne von dieser Generalversammlung einem Antrag gegen diese Umstufung nicht stattgegeben wurde.

7 Rechte und Pflichten aus der Mitgliedschaft

7.1. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung, sowie das aktive und passive Wahlrecht (ausgenommen RechnungsprüferInnen, die auch interessierte und Nichtmitglieder werden können), steht nur den aktiven Mitgliedern zu.
7.2. Die aktiven Mitglieder sind verpflichtet, den administrativen, organisatorischen und konzeptuellen Vereinstätigkeiten mit der gebotenen Regelmäßigkeit nachzukommen.
7.3. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fiördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten.
7.4. Der Verein haftet den Mitgliedern für Schädigungen aus der Teilnahme an Veranstaltungen nur bei grob fahrlässigem Verhalten der Veranstaltungsleiter und nur subsidär für diese. Die Teilnahme an Veranstaltungen erfolgt auf eigenes Risiko und unter eigenverantwortlicher Abschätzung möglicher Schädigungen. Die TeilnehmerInnen sind verpflichtet, die Veranstaltungsleiterlnnen über ihre gesundheitliche Konstitution zu informieren und die Risiken der Teilnahme mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin zu besprechen.

8 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, das Leitungsorgan, die Rechnungsprüfer/in/nen, der/die Geschäftsführerln und das Versöhnungsteam.

9 Generalversammlung

9.1. Die ordentliche Generalversammlung findet alle Jahre statt.
9.2. Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes oder der ordentlichen Generalversammlung, auf schriftlich begründeten Antrag von mindestens einem Zehntel der aktiven Mitglieder oder auf Verlangen der RechnungsprüferInnen binnen vier Wochen stattzufinden.
9.3. Zu den ordentlichen, wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen, sind alle Mitglieder mindestens eine Woche vor dem Termin durch geeignete Information – wie Einschaltung in den Vereinsmitteilungen, Anschlag im Vereinslokal oder schriftliche Einladung – unter Angabe der Tagesordnung durch den Vorstand einzuladen.
9.4. Anträge zur Generalversammlung müssen mindestens einen Tag vor dem Termin der GeneralverIsammlung beim Vorstand schriftlich einlangen.
9.5. Gültige Beschlüsse, ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung, können nur zur Tagesordnung gefaßt werden. Über die Änderungen der Statuten, Errichtung einer Stiftung, Errichtung von Zweigvereinen, Auflösung des Vereines kann die Generalversammlung nur beschließen, wenn diese als Tagesordnungspunkte aus der Einladung zur Generalversammlung ersichtlich sind.
9.6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die aktiven Mitglieder. Jedes aktive Mitglied hat eine Stimme (juristische Personen werden durch einen Bevollmächtigten vertreten). Die Übertragung des Stimmrechtes auf ein anderes aktives Mitglied im Wege der Bevollmächtigung ist zulässig. Ein aktives Mitglied darf maximal zwei weitere Stimmrechte ausüben.
9.7. Jedes aktive Mitglied kann höchstens einmal innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Generalversammlungen seine Stimme übertragen.
9.8. Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder beschlußfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung 30 Minuten später statt. Diese Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.
9.9. Die Wahlen und die Beschlussfassung in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen der qualifizierten Mehrheit von zwei Drittel der abgegeben gültigen Stimmen.
9.10. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Obmann/die Obfrau, im Falle der Verhinderung sein/e StellvertreterIn. Wenn auch diese/r verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

10 Aufgaben der Generalversammlung

10.1. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes.
10.2. Beschlussfassung über den Voranschlag.
10.3. Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfung.
10.4. Entscheidung über Berufungen gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft, sowie über Anträge gegen vom Vorstand vorgenommene Umstufungen im Status der Mitgliedschaft.
10.5. Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins.
10.6. Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

11 Vorstand

11.1. Der Vorstand ist das Leitungsorgan im Sinne des Vereinsgesetzes. Er besteht aus mindestens drei Mitgliedern – Obmann/Obfrau, seinern/seiner StellvertreterIn und gleichzeitigem Schriftführer, dern/der KassierIn -sowie maximal zehn weiteren Mitgliedern.
11.2. Der Vorstand, der von der Generalversammlung gewählt wird, hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.
11.3. Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar.
11.4. Der Vorstand wird durch den Obmann/die Obfrau, in deren Verhinderung von seinern/seiner StellvertreterIn vertreten.
11.5. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die HäIfte von ihnen anwesend ist. bzw. wenn die Anwesenheit durch einen schriftlichen Beschlussfassungsantrag als Reaktion auf die Einladung ersetzt wird.
11.6. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stienmehrheit, bei Stiengleichheit entscheidet die Stie des/der Vorsitzenden.
11.7. Den Vorsitz führt der Obmann/die Obfrau, bei Verhinderung sein/e Stellvertreterln. Ist auch diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.
11.8. Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung und Rücktritt.
11.9. Die Generalversammlung kann mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen den gesamten Vorstand oder einzelne Mitglieder von ihrer Funktion entheben.
11.10. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstandes an die GeneralversammIung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

12 Aufgaben des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
12.1. Erstellung des Jahresvoranschlages sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses.
12.2. Vorbereitung der Generalversammlung.
12.3. Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Generalversammlung.
12.4. Verwaltung des Vereinsvermögens.
12.5. Aufnahme, Umstufung im Status, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern.
12.6. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.

13 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder.

13.1. Der Obmann/die Obfrau ist höchste/r Vereinsfunktionärln. Ihrn/ihr obliegt die Vertretung des Vereins, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und dritten Personen. Er/sie führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.
13.2. Bei Gefahr im Verzug ist sie/er berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen. Diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
13.3. Der/die KassierIn ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
13.4. Im Falle der Verhinderung treten an die Stelle des Obmanns/der Obfrau und des/der KassierIn die in den Statuten vorgesehenen oder/und die vom Vorstand zu bestienden SteIlvertreterInnen des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
13.5. Soweit Vorstandsmitglieder mit Arbeiten betraut werden, die über ihre Vereinsfunktionen hinausgehen, können sie diese Leistungen (wie andere Mitglieder oder außenstehende Personen) dem Verein gegenüber werkvertraglich oder dienstvertraglich abrechnen.

14 GeschäftsführerIn

Zur Führung von Zweigstellen des Vereins oder der Führung von vereinseigenen Unternehmungen oder Führung von organisatorisch eingrenzbaren Bereichen des Vereins können Geschäftsführerinnen bestellt werden. Ihre Bestellung obliegt dem Vorstand. Sie unterstehen dem vollen Weisungs- und Kontrollrecht des Vorstandes und sind diesem rechenschaftspflichtig. Sie können vom Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit abgewählt werden. Sie sind jede/r für sich allein für die ihnen zugewiesenen Agenden vereinsintern vertretungsbefugt und zeichnungsberechtigt. Die Tätigkeit der Geschäftsführerinnen ist entsprechend den Kriterien der Ausübung entweder werk- oder dienstvertraglich zu regeln. Wenn eine klare Trennung zwischen den Geschäften des/der Geschäftsführerinnen von den Vereinsfunktionen eines Vorstandsmitgliedes organisatorisch möglich ist, kann dieses Vorstandsmitglied auch zum/zur Geschäftsführerln bestellt werden.

15 Rechnungsprüferln

15.1. Von der Generalversammlung können maximal zwei RechnungsprüferInnen auf die Dauer von zwei Jahren gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich.
15.2. Den RechnungsprüferInnen obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.
15.3. Die RechnungsprüferInnen dürfen nicht dem Vorstand angehören.
15.4. Anstelle der Bestellung von zwei WirtschaftsprüferInnen aus dem Kreis der Mitglieder des Vereines kann auch ein Wirtschaftstreuhänder im Sinne der §§ 5 und 22 VG zum Abschluss- und Rechnungsprüfer bestellt werden..
15.5. Im übrigen gelten für die RechnungsprüferInnen sinngemäß die Bestimmungen 11 (3), (9) und (10).

16 Sekretärin

16.1. Der/die SekretärIn hat das Büro zu leiten und ist für die Abwicklung der laufenden Geschäfte gemäß den Weisungen des Vorstandes verantwortlich.
16.2. Wenn eine klare Trennung zwischen den Geschäften des Sekretärs/der Sekretärin von den Vereinsfunktionen eines Vorstandsmitgliedes organisatorisch möglich ist, kann dieses Vorstandsmitglied auch zum/zur SekretärIn bestellt werden.
16.3. Der/die SekretärIn ist dem Vorstand weisungsgebunden.
16.4. Sie/er ist, ebenso wie Obmann/Obfrau oder Stellvertreterln, für die laufenden Geschäfte zeichnungsberechtigt. Seine/Ihre Tätigkeit ist entsprechend den Kriterien der Ausübung entweder werk- oder dienstvertraglich zu regeln.

17 Das Versöhnungsteam – Schiedsgericht

17.1. Bei allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist zu deren Schlichtung vorerst ein Versöhnungsteam zu konstituieren.
17.2. Das Versöhnungsteam setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil aus eigenem, über Aufforderung des anderen Streitteiles oder des Vorstandes binnen 14 Tagen ein aktives Vereinsmitglied namhaft macht. Diese haben sich binnen 14 Tagen auf einen Vorsitzenden des Versöhnungsteams zu einigen, der/die auch Nichtmitglied sein kann. Mangels einer Einigung ist der/die Vorsitzende vom Vorstand zu bestimmen. Sollte ein Streitteil der Aufforderung zur Namhaftmachung eines Schiedsrichters nicht fristgerecht entsprechen, ist der Vorstand über Aufforderung des anderen Streitteiles verpflichtet, seinerseits nach billigem Ermessen für den säumigen Streitteil ein Mitglied namhaft zu machen.
17.3. Für den Fall, dass die Schlichtung der Streitigkeit aus dem Vereinsverhältnis durch das Versöhnungsteam nach maximal drei Verhandlungen nicht erfolgt, hat sich das Versöhnungsteam als Schiedsgericht zu erklären. Sofern die bisherigen Mitglieder des Versöhnungsteams die Funktion eines Schiedsrichters nicht übernehmen wollen, sind sie im Sinne Absatz 2 sinngemäß zu bestellen.
17.4. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.
17.5. Die Generalversammlung hat für das Versöhnungsteam – Schiedsgericht eine eigene Geschäftsordnung zu beschließen, welche für alle am Beschlusstag noch nicht abgeschlossenen Verfahren gilt.

Text der Geschäftsordnung für das Versöhnungsteam – Schiedsgericht beschlossen am 5. Oktober 2005 von der Generalversammlung.

18 Auflösung des Vereins

18.1. Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
18.2. Diese Generalversanmmlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Liquidation zu beschließen. Insbesondere hat sie eine/n LiquidatorIn zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem diese/r das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat.
18.3. Das im Falle der Auflösung oder bei Wegfall des begünstigten Vereinszweckes allenfalls vorhandene Vereinsvermögen muss, soweit dies möglich und erlaubt ist, dem Land Wien zur ausschließlichen Verwendung im Sinne des Vereinszweckes oder einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt und eine vom Finanzamt als gemeinnützig im Sinne der Bundesabgabenordnung anerkannte Körperschaft ist.
18.4. Das letzte Leitungsorgan hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Sicherheitsdirektion*) Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen. Es ist auch verpflichtet, die freiwillige Auflösung innerhalb der selben Frist in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.

Stand: Generalversammlungsbeschluß vom 5. Oktober 2005
und Änderung lt. Mitteilung der Vereinsbehörde 9.11.2005 siehe *) Sicherheitsdirektion → Vereinsbehörde

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Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien