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Kinder mit Typ 2 Diabetes

Kinder, Kinder!!

Schon in jungen Jahren müssen Typ 2 DiabetikerInnen damit anfangen, ihren Lebensstil zu ändern – um Folgen zu vermeiden!

Diabetes Typ 2 führt, unzureichend behandelt, auch bei Kindern und Jugendlichen zu ernsthaften Folgeerkrankungen. Es ist unumgänglich, dass betroffene Kinder bestimmte Verhaltensmaßnahmen lernen, um gefährliche Folgen zu verhindern.
Beim Typ 2 Diabetes geht es in erster Linie um eine Umstellung des Lebensstils, was meist mit einer Änderung liebgewonnener Gewohnheiten einhergeht. Hier ist natürlich die ganze Familie gefordert, das können die Kinder nicht alleine schaffen!

Das Wichtigste zuerst: Die Kinder müssen abnehmen! Fetteinlagerungen, insbesondere am Bauch, setzen die Insulinwirkung herab. Durch Reduzierung des Körpergewichts können die Zellen wieder empfindlicher auf Insulin reagieren, und es bleibt weniger Zucker im Blut.
Eine ausgewogene Ernährung ist dringend notwendig, um erfolgreich abnehmen und danach das Gewicht halten zu können, und ist generell ein wichtiger Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils. Aber was heißt „ausgewogen“ eigentlich? Eine gesunde Mischkost weitgehend ohne Verbote ist die Methode der Wahl. Vereinfacht kann man sagen: „Mehr von der Pflanze, weniger vom Tier!“, wenig (möglichst pflanzliches) Fett, viele Ballaststoffe, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Genug trinken nicht vergessen (Wasser!).

Von zentraler Bedeutung ist Bewegung! Regelmäßiger Sport kann den Zuckerspiegel wieder soweit normalisieren, dass ein Kind weniger oder gar keine Medikamente braucht. Außerdem hilft Bewegung beim Abnehmen und Gewicht halten. Vor allem aber muss es dem Kind Spaß machen, es soll sich eine Sportart aussuchen dürfen. Bewegung kann leicht in den Alltag eingebaut werden, viele Wege kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, man kann die Stufen nehmen statt mit der Rolltreppe zu fahren u.ä. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was sie verändern können. Wichtig ist auch, zumindest eine Mahlzeit als Familie gemeinsam einzunehmen, und bitte nicht vor dem Fernseher!

Natürlich ist die regelmäßige Blutzuckerkontrolle wichtig. Für die Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Blutzuckerspiegels helfen mehrere kleine Mahlzeiten und der weitgehende Verzicht auf Zuckerbomben. Regelmäßige Kontrollen der Blutzuckerwerte durch den/die Arzt/Ärztin sollten selbstverständlich sein.

Foto: © Privat

Univ.-Prof. Dr. Ursula Kunze
Med. Uni Wien, Institut für Sozialmedizin
1090 Wien, Rooseveltplatz 3/1

Telefon: 01 / 40 160 – 34 890,
E-Mail: ursula.kunze@meduniwien.ac.at
Web: Externer Linkwww.meduniwien.ac.at/sozialmedizin





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ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 01.03.2012 - 20:21 Uhr

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