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Mein Zucker und ich. Berichte aus dem Leben.

Freunde und Helfer

Seit über 20 Jahren Diabetiker – doch zu Beginn alles andere als ein Aktiver Diabetiker. Doch Andi Radostits kam auf den „Geschmack“.

Es war 1990, als mein damaliger Hausarzt bei mir Diabetes mellitus Typ 2 diagnostizierte. An meine Reaktion kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall habe ich die „Zuckerkrankheit“ nicht als so schlimm empfunden, da ich ja keine Schmerzen hatte.
Mein ungesundes Ess- und Trinkverhalten behielt ich bei, keine Medikamente, keine Blutzuckermessungen.

1993 suchte ich wegen einer bevorstehenden Operation eine Urologin auf. Diese wies mich darauf hin, dass ich Harnzucker habe. Also ab zum Hausarzt. Und dann ging`s los. 1000 mg Metformin, wöchentliche Nüchternblutzuckerkontrollen und die Empfehlung abzunehmen in Kombination mit viel Bewegung. Letzteres hatte ich als Rauchfangkehrer reichlich.
Ich gönnte mir 12 Broteinheiten täglich. Zuerst sind 12 BE verdammt wenig, aber nach der Gewöhnungsphase waren diese mehr als ausreichend. Nach 3 Monaten wog ich 20 kg weniger. Die OP konnte durchgeführt werden, und ich nahm weiter ab. Nun wog ich 84 kg und fühlte mich sehr wohl. Ich war mit mir und meinem „Zucker“ sehr zufrieden. Mein Traumgewicht hielt ich einige Zeit. Berufliche und private Probleme ließen mich zu einem Frustesser werden und ich nahm Kilo für Kilo wieder zu. Damit erhöhte sich auch der Bedarf von Metformin auf 2000 mg täglich.

Bei den ADA sofort wie zu Hause gefühlt!

Vor ca. 7 Jahren fragte mich meine Bekannte Hilde Wechselberger, die das ADAJournal bezog, ob ich sie zu einem ADA-Stammtisch begleiten möchte. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es so etwas wie Diabetikerselbsthilfegruppen überhaupt gibt. Aber ich sagte sofort zu. Wir sind frühzeitig erschienen und waren schon ganz gespannt, was uns erwartet. Nach und nach kamen die Süßen. Hilde Wechselberger und ich wurden herzlichst aufgenommen.
Kurt Welz überreichte uns je ein neues Blutzuckermessgerät. Peter Leeb führte mit uns ein intensives Erstgespräch. Wir verbrachten einen schönen Abend mit Erfahrungsaustausch und Infos von der ganzen Gruppe. Gutes Essen und Trinken ließen wir nicht aus. Regelmäßig Blutzucker messen und Protokoll schreiben, wurde dringendst empfohlen.
Die zahllosen Infos und die Tatsache, sich endlich mit anderen Diabetikern austauschen zu können, versetzten uns in Jubelstimmung. Beim nächsten Stammtisch vermittelte mich Kurt an Frau Dr. Karmen Elčić-Mihaljević. Nach Vorlage der Protokolle erfolgte die passende Einstellung. Therapie aktiv Programm, 2 Schulungen und eine Studie folgten. Auch ein neues Bewegungsprogramm der Sportunion machte ich mit sowie zahlreiche Wanderungen mit Dr. Helga Grillmayr: Das war ein Spaß! Ich übernahm dann einige Bürotätigkeiten, wobei Peter, Kurt und ich genügend Zeit hatten, über alles Mögliche zu plaudern.
Derzeit betreue ich die ADA-Tischtennisgruppe.

Ich habe bei den ADA viele neue Freunde gefunden. Besonderen Dank an Hilde (2010 verstorben), Peter Leeb (2011 verstorben), Dr. Karmen Elčić-Mihaljević und Kurt Welz, der mir nach wie vor als Freund und Berater zur Seite steht.

Liebe Leser: Werden Sie aktiv – es lohnt sich! Lassen Sie sich nicht vom Diabetes beherrschen sondern beherrschen Sie Ihren Diabetes!

Euer
Andi Radostits





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ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 31.08.2012 - 11:17 Uhr

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