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Mein Zucker und ich...

Die Wunde am diabetischen Fuß.
Ein Patient, der nicht namentlich genannt werden möchte, erzählt …

Immer wieder wird von Gesundheitseinrichtungen und Ärzten damit geworben, wie wichtig die Erhaltung einer guten Lebensqualität der Patienten ist und dass es ihr Ziel ist, diese gute Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

Bei mir war das leider nicht der Fall. Meine Lebensqualität war über Jahre sehr eingeschränkt, dazu kam Ärger, Verzagen, Frust und die Angst, dass ich mit einer offenen Wunde am Fuß leben muss.
Mit diesem Artikel möchte ich den Lesern einen kleinen Einblick in meinen Leidensweg geben. Gleichzeitig möchte ich sie auch ermutigen, nicht zu verzagen, da es wie auch in meinem Fall, immer eine Lösung gibt.

Im Sommer 2010 bekam ich eine offene Druckstelle am Fußballen unter der rechten kleinen Zehe. Da ich Diabetiker bin, wusste ich über die schlechte Wundheilung bei Diabetes Bescheid. Ich ging also zu meinem Hausarzt. Dieser schickte mich weiter zu einem Facharzt. 2 Jahre lang wurde die offene Stelle an meinem Fuß vom Facharzt behandelt. Da ich ja bei einem Facharzt in Behandlung war, war ich im guten Glauben, dass sich die Wunde schließen würde. Immer wieder wurden die gleichen Produkte verwendet, allerdings ohne ersichtlichen Erfolg. Statt einer Abheilung der Wunde kam eine bakterielle Entzündung hinzu und ich musste ins Krankenhaus.
Nach der Aufnahme ins Krankenhaus wurde mir wegen der Entzündung Antibiotika verabreicht, allerdings blieb meine Wunde unversorgt.

Nach dem Krankenaufenthalt fuhr ich wieder zum Facharzt und ersuchte ihn meine Wunde weiter zu behandeln. Dies gelang nur teilweise, die Wunde schloss sich nie.

2014 bekam ich wieder eine bakterielle Entzündung, dieses Mal allerdings mit Fieber und Erbrechen. Ich wurde wieder ins Krankenhaus eingeliefert, wo dann endlich ein CTG vom Fuß gemacht wurde. Es stellte sich heraus, dass das Köpfchen der rechten kleinen Zehe zerbröselt war. Mir wurde mitgeteilt, dass die kleine Zehe chirurgisch entfernt werden muss, da die Entzündung jederzeit wieder kommen könnte.

Im Juni wurde mir dann die kleine Zehe inklusive dem Köpfchen entfernt. Nach Hause geschickt wurde ich mit einer 5 cm langen, 1,8 cm breiten und 0,5 cm tiefen offenen Wunde, da sich die Wundnähte von einer Seite abgelöst hatten.
Nach einer Woche wurden mir vom Facharzt die übriggebliebenen Nähte entfernt mit der Aussage, dass die Wunde etwas länger mit der Heilung brauchen würde.

Nachdem meine Lebensqualität durch die Wunde sehr eingeschränkt war, war mir diese Aussage zu wenig. Ich hatte genug und suchte im Internet nach anderen Möglichkeiten.

Gott sei Dank kam ich auf die Seite einer Wundpflegemanagementfirma. Nach der ersten Begutachtung erhielten meine Ehefrau und ich genaue Informationen über die geplante Wundversorgung. Ich genoss eine optimale und ausgezeichnete Behandlung. Bei jedem Besuch in der Ordination konnte ein Fortschritt der Wundheilung festgestellt werden. Meine Wunde wurde anhand einer feuchten Wundversorgung behandelt und nach genau 3 Monaten war die Wunde komplett verheilt.

Ein Dankeschön insbesondere an Frau Romana Jurkowitsch für die Behandlung, man kann sie nur weiterempfehlen.




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