Logo der Aktiven Diabetiker Austria

Mittersteig 4/21, A 1050 Wien
Telefon & Fax: 01/587 68 94


Artikelanfang:

Kurz gesagt zu „Allergien“

Dr. Zimmerl, vom Ärztezentrum Guntramsdorf, hielt in der SHG Baden einen sehr interessanten Vortrag über “Asthma und Allergien”, mit Informationen, die den meisten Zuhörern neu waren!

Unter Allergien versteht man Überreaktionen des Immunsystems auf an sich harmlose Stoffe. Der Grund liegt in einer genetisch festgelegten Fehlprägung des Immunsystems, allerdings vermutet man auch Auslöser in unserer Umwelt, wie z.B. Feinstaub.

Die häufigsten Reaktionen treten gegenüber Baumpollen, Hausstaubmilben, Kräutern und Tierhaaren auf. Im Laufe des Lebens können andere Allergien hinzukommen, manchmal aber auch verschwinden. Eine Besonderheit sind Kreuzallergien, hierbei entwickelt z.B. ein Birkenpollenallergiker Symptome beim Verzehr von Äpfeln, gegen die eigentlich keine Allergie besteht. Die Ursache dieses Phänomens sind Ähnlichkeiten unterschiedlicher Allergene.

Die Symptome der Allergie können verschiedene Organe betreffen. Meist steht als erste Manifestation Augenbrennen und der allergische Schnupfen im Vordergrund, im weiteren Verlauf kann ein so genannter Etagenwechsel zur Lunge stattfinden. Ist dies der Fall, so verursacht die Allergie Asthma bronchiale.

Viele Asthma-Patienten beschreiben als erstes Symptom ein nächtliches Beklemmungsgefühl, weiters finden sich Beschwerden wie Luftnot bei Anstrengung oder trockenen Husten. Nach der Art des Auslösers richtet sich auch der Zeitpunkt der Symptomatik: Ein Patient mit Asthma bronchiale aufgrund einer Birkenpollenallergie ist im Winter beschwerdefrei, weil zu diesem Zeitpunkt keine Pollen fliegen. Ein Patient mit einer Allergie gegen Hausstaubmilben ist meist nur – wenn überhaupt – im Rahmen eines Urlaubes beschwerdefrei.

Die Behandlung während der Pollenflugsaison erfolgt symptomatisch einerseits mit bronchienerweiternden sowie entzündungshemmenden Medikamenten, diese werden als Inhalation mittels eines Dosieraerosols oder mit einem Trockeninhalator verabreicht. Da viele dieser Sprays auch Kortison enthalten, sollte nach der Anwendung unbedingt der Mund ausgespült werden, um eine etwaige Pilzinfektion zu verhindern.

Apropos Kortison: Wir alle kennen die gefürchteten Nebenwirkungen unter Kortisontherapie, allen voran nur schwer wieder kontrollierbare Blutzuckerentgleisungen bei Diabetikern. Allerdings sind hierfür hohe Kortison-Dosen notwendig, weit höhere Mengen als bei einer Inhalationstherapie zur Anwendung kommen. Wir müssen uns also nicht vor Kortisoninhalationen fürchten.

Dr. Michael Zimmerl
FA für Lungenkrankheiten

A-2353 Guntramsdorf, Ärztezentrum Mühlgasse 1

Telefon: 02236 / 32000 48
E-Mail: michael.zimmerl@aezg.at




zurück zur Übersicht


ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 02.05.2015 - 16:56 Uhr

Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien