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Eine tickende Zeitbombe!

Fettdepots zwischen den Organen können Einschränkungen der Organfunktionen – wie gestörte Blutzuckerregulation, schlechte Blutfettwerte und Bluthochdruck verursachen.

Typ-2-Diabetes, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck oder nichtalkoholische Fettleber (NAFL), das sind alles Erkrankungen, die mit Übergewicht in Verbindung gebracht werden.
Keine Frage – mit dem Zuviel an Kilos steigt das Risiko für diese Erkrankungen. Doch im Umkehrschluss heißt das nicht, dass schlanke Menschen davor gefeit sind.

Schlank sein ist keine Garantie für Gesundheit!
Auch hier kommt es auf die inneren Werte an. In diesem Fall geht es um das Zuviel an Fett, was sich vor allem im Bauchraum und in den Organen, wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, aber auch Muskeln, Knochen oder sogar Herzen ansammelt.

Unsichtbares Gesundheitsrisiko: TOFI
TOFIs, das sind schlanke Personen, die von außen betrachtet normalgewichtig wirken, aber erhöhte Fetteinlagerungen im Inneren, d. h. im Bauchraum und in den Organen, aufweisen.
Etwa 15 Prozent der Schlanken sind davon betroffen, Männer häufiger als Frauen. Dies hängt vor allem mit den unterschiedlichen Fettverteilungsmustern zusammen.

Die Gesundheits-Risiken, die verstecktes Bauchfett – so genanntes Viszeralfett – mit sich bringt, sind nicht gerade harmlos: Entzündungsreaktionen sowie Einschränkungen der Organfunktionen – wie gestörte Blutzuckerregulation, schlechte Blutfettwerte, Bluthochdruck – gehen auf das Konto der inneren Verfettung. Dann haben auch Schlanke ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen, wie Typ-2-Diabetes.

Auch schlanke Personen können erhöhte Fetteinlagerungen im Inneren aufweisen!

Wissenswert: Die Abkürzung TOFI kommt aus dem Englischen von „Thin Outside, Fat Inside“, übersetzt bedeutet dies: Außen schlank, innen fett.

Tückisches Fett in der Bauchhöhle.
Bei Männern ist es allzu leicht zu entdecken: Stramme (Bier-)Bäuche signalisieren Gefahr im Verzug. Männer neigen eher als Frauen zu einer Körperform, die an einen Apfel erinnert. Wenn sie zunehmen, tun sie das fast ausschließlich in der Köpermitte.

Frauen hingegen neigen zur Form der Birne – die Fettpolster zeigen sich an Hüfte, Po und Beinen. Diese Fettverteilung – wenn auch häufig als Problemzone bezeichnet – birgt tatsächlich ein geringeres Gesundheitsrisiko wie die der apfelförmigen Männer.

Ich empfehle meinen Patienten, den Bauchumfang im Auge zu behalten.

Die Tabelle zur Bewertung des Bauchumfangs gibt Aufschluss über die Risikobereiche.

Die Tabelle zur Bewertung des Bauchumfangs gibt Aufschluss über die Risikobereiche.

Bauchumfang richtig messen, so funktioniert es:
Wann? Am besten unbekleidet morgens vor dem Frühstück, aufrecht stehend.

Wo? Seitlich folgende zwei Punkte suchen:
1. Die unterste Rippe
2. Die höchste Stelle der Hüftknochen-Oberkante (Beckenkamm)

Beide Punkte mit einem Filzstift markieren – in der Mitte der beiden Punkte, parallel zum Fußboden, das Maßband um die Taille legen – nicht ausatmen und den Bauch nicht anspannen.

Gesunder Lebensstil ist auch bei Normalgewicht wichtig!
Neben der genetischen Veranlagung schaden auch Schlanken zu wenig Bewegung, vornehmlich sitzende Tätigkeiten, der Verzehr von zu vielen Kohlenhydraten, vor allem Zucker und Weißmehl-Produkten, Fast-Food und Stress. Sie fördern Fetteinlagerungen im Inneren.
Daher sollten auch schlanke Menschen auf einen aktiven Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, hochwertigen Fetten und wenigen, dann aber komplexen, ballaststoffreichen Kohlenhydraten achten.

Foto: © Privat

Dr. Karmen Elčić-Mihaljević
Ärztin für Allgemein- und Ernährungsmedizin

1010 Wien, Riemergasse 10/21

Telefon: 0699 / 12 1591 63
E-Mail: dr-kem@chello.at
Web: Externer Linkwww.dr-kem.at




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ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 30.06.2015 - 19:10 Uhr

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