Menu Close

Dr. Barbara Wagner

Im Sommer 1981 habe ich – sehr jung – geheiratet. Im Februar 1982 musste ich wegen Diabetes Typ 1 ins Spital.

Wenn mich jemand nach dem Grund fragte, erklärte ich es immer mit Schockzucker: zuerst geheiratet, dann Diabetes bekommen.
Spaß beiseite: Ich wurde ins KH Lainz, heute Hietzing, verwiesen und kam auf die Station von Prof. Irsigler. Dort lernte ich spritzen (immer morgens) und besuchte eine Woche lang einen Kurs, der mich diabetesfit machte.
Die Leiterin des Kurses wurde dann auch für lange Jahre meine „Diabetologin“, obwohl sie „nur“ eine Psychologin ist. Ich bin Frau Dr. Bali noch heute zu großem Dank verpflichtet, denn durch ihre Kurse konnte ich bisher meinen Diabetes immer ganz gut managen. Der Diabetes machte es mir jedoch nicht leicht: Sehr, sehr viele Unterzuckerungen, viele hohe Werte als Folge davon. Erst mit der funktionellen Insulintherapie wurde es ab 1985 etwas besser. Einen großen Fortschritt brachte die Insulinpumpe vor ca. 20 Jahren und vor ca. 10 Jahren die kontinuierliche Glucosemessung, die mit meiner Pumpe kommuniziert.

Mein Diabetes ist immer noch ein großer Wackelkandidat … und meine Insulinmenge entspricht noch immer beinahe einer „Kinderdosis“, obwohl eine Antikörperbestimmung in einem anderen Zusammenhang ergab, dass ich eindeutig Diabetes Typ1 habe.

Mein großes Ziel war stets, ein ganz normales Leben zu führen. Ich war immer berufstätig und freue mich an meinen diversen Nebenjobs, wie den Kunstführungen, der Arbeit für die Aktiven Diabetiker etc. Neben meiner Berufstätigkeit habe ich Kunstgeschichte studiert; sowohl das Diplom- als auch das Doktoratsstudium waren lang und zäh und manchmal hat mir in stressigen Situationen auch noch der Diabetes dazwischengefunkt, wie’s halt so ist.

Kunst, reisen, lesen, Bewegung, fremde Sprachen lernen und sprechen, organisieren und „etwas auf die Beine stellen“ sind meine Hobbys.
Darum habe ich mich auch auf das Abenteuer, Ihre/eure Präsidentin zu sein, eingelassen.

Mein Motto:

Wissen – auch über Diabetes – machst stark und unabhängig. Eignet euch die Fakten an, sucht nach Menschen, die euch unterstützen und lasst das Diabetesmanagement zu einem notwendigen, aber nicht lebensbestimmenden „täglichen Zähneputzen“ werden.